
Mein Aufreger der Woche geht diesmal leider an Microsoft:
Nachdem ich meinem privaten Desktop-PC eine Arbeitsspeichererweiterung gegönnt hatte, blinkte mich nach dem Hochfahren meines Computers der Aktivierungsassistent von Windows Vista an und forderte mich tatsächlich auf, mein System erneut zu aktivieren.
Gut, sollte eigentlich eine Sache von Sekunden sein, aber da hatte ich wohl die Rechnung ohne Microsoft gemacht: Erneut aktivieren lassen wollte sich mein Betriebssystem nicht, stattdessen wies es mich frech darauf hin, dass diese Lizenz ja bereits in Verwendung sei - von niemand geringerem als mir selbst!
Also Anruf bei der automatischen Aktivierungs-Hotline, Eingabe einer ellenlangen Installations-ID über die Telefontastatur, und das alles nur um die Meldung zu erhalten, dass meine Installations-ID ungültig sei. Es erfolgte eine automatische Weiterleitung an einen Microsoft-Mitarbeiter und ich durfte währenddessen in einer Warteschleife verharren.
Dem Mitarbeiter durfte ich nun den Grund meiner Neuaktivierung erklären und erhielt daraufhin eine wiedermals kilometerlange Aktivierungs-ID, die von einem Sprachcomputer in hohem Tempo vorgetragen wurde.
Das Ende vom Lied: Ich darf meine völlig legal erstandene Lizenz von Windows Vista weiterverwenden - ich bin ja selbst Schuld, was fällt mir auch ein, einfach so meinen RAM zu erweitern?
Ich verstehe als Software-Entwickler die Notwendigkeit einer Produktaktivierung, und auch, dass diese beim Austausch wichtiger (!) Systemkomponenten erneut erforderlich sein kann, aber das hier schlägt dem Fass den Boden aus.
Ironischerweise bekam ich nach dem telefonischen Freischaltabenteuer den Hinweis, ob ich nicht an einer Umfrage zur Kundenzufriedenheit teilnehmen wolle. Prima, dachte ich mir, so kann ich meinem ärger sogleich Luft lassen. Doch wieder falsch gedacht: Nach drücken der entsprechenden Taste auf dem Telefon zur Bestätigung meines Teilnahmewunsches landete ich im Nirvana und wurde schließlich komplett aus der Leitung befördert.
